Auch die Esloher SPD war beim Deutschlandfest am Brandenburger Tor vertreten

Veröffentlicht am 23.08.2013 in Ortsverein

Am Freitag machten sich Horst und Beate Vielhaber sowie Karl Arnold und Harald Reinartz mit einer Gruppe der HSK-SPD auf den Weg nach Berlin, um am 17. und 18. August 2013 beim Deutschlandfest am Brandenburger Tor dabei zu sein. Bereits am Freitag Abend wurden einige der von weither angereisten Gäste am Willy-Brandt-Haus begrüßt. Am Rande eines kleinen Umtrunks hatten Harald und Karl Arnold Reinartz die Gelegenheit, ein kurzes Gespräch mit SPD-Generalsekräterin Angelika Nahles zu führen.

Am Samstagmorgen besuchte die Gruppe der HSK-SPD die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, um sich anschließend auf den Weg zum Brandenburger Tor zu machen. Hier reichte das Festgelände vom Brandenburger Tor auf der Straße des 17. Juni bis weit hinter das Sowjetische Ehrenmal. Man konnte an Ständen der verschiedenen Institutionen der SPD mit Politikern ins Gespräch kommen oder auch mal Politiker in ganz neuen Rollen erleben, so las in einem Zelt Frank-Walter Steinmeier aus "Wir Kinder aus Bullerbü". Zwischendurch konnte man sich an Berliner Currywurst, einer Berliner Weiße oder auch Speisen und Getränken aus aller Welt stärken. Ein Höhepunkt im doppelten Sinne war die Fahrt mit dem am Sowjetischen Ehrenmal aufgestellten Riesenrad. Hier konnte man Berlin aus einer ganz neuen Perspektive betrachten.

Blick vom Riesenrad auf das Brandenburger Tor

Gegen 16 Uhr bot sich den Eslohern der politische Höhepunkt, die Rede von Peer Steinbrück, der gemeinsam mit der gesamten Spitze der Partei auf die Bühne am Brandenburger Tor getreten war. Zuerst bot er einen kurzen geschichtlichen Rückblick, der mit dem Satz „Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität. Die Werte der SPD werden sich auch in den nächsten 150 Jahren nicht ändern." den Weg in Gegenwart und Zukunft wies. In seiner Rede stand die soziale Gerechtigkeit im Mittelpunkt. „Der flächendeckende, gesetzliche Mindestlohn wird eine der ersten Maßnahmen meiner Regierung sein." Für die fünf Prozent der Bevölkerung mit dem höchsten Einkommen sollen die Steuern erhöht werden. Steuerhinterziehung soll stärker verfolgt werden. Seine Rede wurde von den etwa 200.000 Menschen mit Jubel aufgenommen.   Nach der Rede Steinbrücks machten sich die vier Esloher auf den Weg nach Prenzlauer Berg, um dort gemeinsam mit anderen Sauerländern Franz Müntefering abseits des Trubels zu treffen. Eine letzte Gelegenheit, Franz Müntefering in Berlin als Mitglied des Bundestags zu treffen. Im nächsten Bundestag wird er bekanntlich nicht meht vertreten sein. Franz Müntefering schilderte seinen Eindruck von der Atmosphäre bei der Rede Peer Steinbrücks. "200.000 und mehr vor dem Brandenburger Tor. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Und wir haben ja schon viel gemacht, in den Westfalenhallen und anderswo." Karl Arnold Reinartz, der um 1980 bei dem angesprochenen Deutschlandtag in Dortmund dabei war, kann dieses nur betätigen. Nach dem etwa einstündigen Treffen mit Franz Müntefering begaben sich einige nochmal zum Brandenburger Tor, wo ihnen mit dem Auftritt Nenas der Höhepunkt des Show-Programms geboten wurde. Am nächsten Tag ging es wieder zurück ins Sauerland.

Harald Reinartz, Karl Arnold Reinartz, Horst Vielhaber und Franz Müntefering

Noch ein kurzer geschichtlicher Rückblick aus Anlass des Parteijubiläums. Das Deutschlandfest wurzelt in der Tradition der sozialdemokratischen Familienfeste. Bei diesen Festen wurde Unterhaltung mit Agitation verbunden. Sie wurden vom ADAV bereits zwischen 1865 und 1875 veranstaltet. Konzipierten und organisiert wurden sie von dem aus Eslohe stammenden Carl Wilhelm Tölcke als Präsident, Sekretär und führenden Agitator des ADAV. Auch sein guter Freund, der aus Arnsberg stammende ADAV-Präsident Wilhelm Hasenclever wirkte daran mit. Wenn man so will, war auch der Palast der Republik ein zu Beton, Glas und Asbest gewordenes Familienfest.